Kasuistiken - Knotenbildung eines Femoraliskatheters
Aus : Klinikum Saarbrücken
Autor: Dr.med.Hans-G. Kilka


Fallbericht vom 22.6.99:

Für die geplante vordere Kreuzbandplastik wurde mit dem 36 jährigen männlichen Patienten eine kombinierte Femoralis-Ischiadicus Blockade vereinbart, wobei zur postoperativen Schmerztherapie ein Femoraliskatheter besprochen wurde. Bei unkomplizierter Anlage wurde der Katheter ca. 20 cm weit ab Hautniveau vorgeschoben. Nach Entfernen der Kanüle sollte der Katheter auf Niveau 10 cm zurückgezogen werden. Hierbei war ein deutlicher Widerstand des Katheters zu verzeichnen. Wir beließen den Katheter vorerst in Situ. Nach dem operativen Eingriff wurde der durchgängige Katheter zur suffizienten Schmerztherapie genutzt (kontinuierliche Technik). Nach 3 Tagen mußte der Katheter operativ in Lokalanaesthesie entfernt werden (Bild).
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Anatomie


Zum Seitenanfang Diskussion:

Die Möglichkeit einer Knotenbildung ist sicherlich als seltenes Ereignis zu werten. In der Literatur berichtet Stierwaldt R. et al. über Schlingen- und Knotenbildung bei zu tiefer Implantation des Katheters. Selbstkritisch ist anzumerken, daß diese Warnung im obigen Fall mißachtet und so diese Komplikation provoziert wurde. W. Paul (Kamp - Lintfort) empfiehlt den Katheter maximal 3 - 5 cm über die Kanülenspitze hinweg vorzuschieben. Ein zu tiefes Einbringen produziert eher Fehllagen als eine komplettere Blockade. Ob ein Katheter mit innenliegendem Stahlmandrin eine Knotenbildung sicher verhindert, sollte diskutiert werden.

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