Blockadetechniken: die distale Ischiadicusblockade (Poplietalblock)


Zum Seitenanfang Indikation:

Operationen im sensiblen Ausbreitungsbereich der Nn. Tibialis und fibularis (Vorfuß, Außenband). In Kombination mit N. saphenus sind Operationen am gesamten Unterschenkel möglich. Zur Ergänzung bei inkompletter Ischiadicusblockade. Zur postoperativen Analgesie und zur Schmerztherapie.


Zum Seitenanfang Lagerung:

Pat. in Seitlagerung, das zu blockierende Bein möglichst gestreckt, wenn möglich Bauchlagerung anstreben.


Zum Seitenanfang Leitstrukturen:

Epicondylus lateralis und medialis femoris. Der M. semimembranosus als mediale obere Begrenzung und der M. bizeps femoris als laterale obere Begrenzung. Des weiteren evtl. die Art. poplitea.

Leitstrukturen
  1. Punktionsstelle
  2. Art. poplitea


Zum Seitenanfang Technische Durchführung:

Aufsuchen der Mitte der Verbindungslinie zwischen beiden Epicondylen. Errichten einer Senkrechten nach proximal zwischen die Muskelköpfe der Mm. semimembranosus und bizeps femoris (proximale Begrenzung der Fossa poplitea). Der Punktionsort befindet sich ca. 0,5 cm lateral der Senkrechten möglichst hoch in der Fossa poplitea um den N. fibularis mit zu blockieren. Die Stichrichtung ca. 30° nach proximal gerichtet. Eingehen mit der Unipolarkanüle (technische Hilfsmittel, Fa. Pajunk) in beschriebener Weise. Nervenstimulator mit anfänglich 0,6 mA. Nach erster motorischer Antwort, Reduktion des Stimulationsstromes auf 0,2 - 0,3 mA. Danach Injektion von 20 ml Xylonest 1% ® und 10 ml Naropin 0,75% ®.


Zum Seitenanfang Katheteranlage:

Vorgehen wie oben beschrieben. Abweichend ist hier die Art der verwendeten Stimulationskanüle (Plexolong Katheterset, Fa. Pajunk). Vor der Punktion ist eine Stichinzision durchzuführen. Nach Stimulation und Optimieren der Kanülenlage werden 20 ml Xylonest 1% ® injiziert. Danach wird ein geeigneter Katheter über die Nadelspitze hinweg vorgeschoben. Über liegenden fixierten Katheter werden 10 ml Naropin 0,75% ® injiziert.


Zum Seitenanfang Besonderheiten:

Ein Poplietalkatheter eignet sich vorzüglich zur Analgesie und Sympathikolyse bei diabetischer Gangrän oder periphere AVK. Auch bei Kindern mit entsprechende Traumatisierung des Vorfußes ist er mehr als hilfreich. Meist möchten die Kinder das Lokalanästhetikum selbst injizieren, um einen "Druck" in der Kniekehle bei zu schneller Injektion zu vermeiden.

Besonderheiten

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