Blockadetechniken: die transglutäale Ischiadicusblockade (nach Labat und Winnie) |
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Operationen im Ausbreitungsgebiet des N. Ischiadicus. In Kombination mit Femoralisblockade und Blockade des N. cutaneus fem. lat. Operationen an der gesamten unteren Extremität. Seitlagerung des Patienten, die zu stimulierende Seite ist in Hüfte und Knie abgewinkelt (ca. 90°). Trochanter major, die Spina iliaca posterior superior und die Steißbeinspitze.
Es wird eine senkrechte Linie in der Mitte der Verbindungslinie zwischen Trochanter major und der Spina iliaca post. sup. errichtet. Diese Linie schneidet im Abstand von ca. 3 - 5 cm eine Verbindung zwischen Trochanter major und der Steißbeinspitze. Am so definierten Punktionsort wird eine 8 cm lange Unipolarkanüle (technische Hilfsmittel, Fa. Pajunk) senkrecht zur Haut eingeführt. Unter anfänglicher Stimulationsstärke von 1,0 mA ist in einer Tiefe von 6 - 8 cm mit muskulären Reaktionen im Ausbreitungsgebiet des N. Ischiadicus zu rechnen (Fußstreckung). Nach Reduktion des Stromes auf 0,2 - 0,3 mA werden 20 - 30 ml Xylonest 1%® und 10 ml Naropin 0,75% ® injiziert. Für die Katheteranlage eignet sich wegen besseren hygienischen Bedingungen der ventrale Zugangsweg. Eine Stimulation des Nerven unter 0,2 mA sollte unterbleiben, weil der Nerv relativ fixiert ist und so einer Kanüle nicht ausweichen kann. Eine intraneurale Fehllage könnte die Folge sein. Sollte nach Einführen der Nadel Knochenkontakt auftretzen, liegt der Nerv in der Regel weiter medial. Aufgrund des langen Weges zu N. ischiadicus haben kleine Änderungen der Kanülenrichtung teils erhebliche Auswirkungen der Nadellage in situ zur Folge. So ist es durchaus möglich das die medial gelegenen Nn. cutaneus fem. post. und pudendus stimuliert werden ("Stromschläge" an der Unterseite des Oberschenkels oder den Labien / dem Skrotum). In beiden Fällen muß in Richtung Trochanter major korrigiert werden. |