Blockadetechniken: die inguinale Blockade des N. Femoralis |
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Femoralisblockade und Ischiadicusblockade (oder Psoas Kompartment Block) und Blockade des N. cutaneus femoris lat. für Operationen an der gesamten unteren Extremität. Femoralisblock und selektive Blockade des N. cutaneus fem. lat. zum Einschleusen von Patienten mit Schenkelhalsfraktur. Femoralisblockade für Operationen im sensiblen Ausbreitungsgebiet des Nerven z.B. Muskel - PE, Sekundärnaht, Patellarsehne etc. Postoperative Analgesie bei offenen Kniegelenksoperationen ( Knie - TEP, KB - Plastiken etc.) durch präoperativ eingelegten Katheter. Patient in Rückenlage Das Leistenband (Verbindungslinie zwischen der Spina iliaca anterior superior und dem Tuberculum pubicum) und die Art. femoralis (Anatomie).
Nach der Bestimmung des Punktionsortes welcher sich ca. 2 cm unterhalb des Leistenbandes und ca. 1,5 cm lateral der Arterie befindet, wird eine 5 cm lange Unipolarkanüle (technische Hilfsmittel, Fa. Pajunk) fast senkrecht zur Hautoberfläche eingeführt. Nervenstimulator anfänglich mit 0,4 mA weil eine starke motorische Antwort zu erwarten ist und weil der N. femoralis bei zu hoher Stromstärke durch die allgemeine Körperfascie hindurch zu stimulieren ist. Man spürt den deutlichen Widerstand der allgemeinen Körperfascie. Nach Überwinden dieses Widerstandes ist mit motorische Antwort des N. femoralis zu rechnen (tanzende Patella). Nach erster Antwort und etwaiger Korrektur (Nadel abstecken und parallel zur Arterie Richtung Leistenband vorschieben) Reduktion des Stimulationsstromes auf 0,2 mA. Es erfolgt die Injektion von 20 ml Xylonest 1% ® und 10 ml Naropin 0,75% ®.
Abweichend vom oben beschriebenen Vorgehen wird eine geeignete Unipolarkanüle (Plexolong Katheterset, Fa. Pajunk) verwendet. Vor der Punktion ist eine Stichinzision durchzuführen. Nach Stimulation und Optimieren der Kanülenlage werden 20 ml Xylonest 1% ® injiziert. Vorschieben des Katheters max. 3-5 cm über die Nadelspitze hinweg. Ein weiteres Vorschieben verursacht eher Katheterfehllöagen und Komplikationen. Über liegenden fixierten Katheter werden nochmals 10 ml Naropin 0,75% ® appliziert. Sollte zu weit distal punktiert werden kommt es manchmal über die direkte Stimulation des M. sartorius (zieht von der Spina iliaca anterior superior zum Pes anserinus der medialen Tibiakante) zur motorischen Antwort an der medialen Tibiakante. Hier die Nadel nach kranial korrigieren. Femoralisblock oder 3 in 1 Block ? Klinische Untersuchungen (W. Paul, Kamp - Lintfort) ergaben, daß von dem klassischen Konzept des 3 in 1 Blocks Abstand zu nehmen ist. So wird der N. cutaneus fem. lat. nur in ca. 60 % betäubt und zwar unabhängig von der Menge des verabreichten Lokalanästhetikums. Dem N. obturatorius kann (klinisch) kein eindeutiges sensibles Innervationsgebiet zugeschrieben werden, sodaß sich die Frage ob betäubt oder nicht ohnehin nicht stellt. Wirkort der Blockade ist die Ilio - Psoas - Rinne. Der Plexus lumbalis wird nicht erreicht werden. Wenn doch, ist dies als absolute Rarität zu werten.
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