Blockadetechniken: axilläre Blockade des Plexus brachialis |
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Operationen des Unterarmes und der Hand Der Patient sollte sich in angenehmer Rückenlage befinden. Der Oberarm der verletzten Seite wird in einem Winkel von 100° abduziert wobei der Unterarm rechtwinklig gebeugt wird. Es ist für den Patienten angenehmer, wenn der Unterarm in einem Winkel von ca. 30° auf einem Armhalter fixiert.
Die Art. axillaris als begleitende Arterie der Einzelnerven des Plexus brachialis. Man tastet sie unterhalb des M. coracobrachialis hochaxillär, wobei der M. pectoralis major die ventrale Begrenzung darstellt. Der N. medianus findet sich in aller Regel oberhalb, die Nn. uLnaris und radialis unterhalb der Arterie.
Unter Verwendung eines Nervenstimulators wird eine Stimulationskanüle (technische Hilfsmittel, Fa. Pajunk) oberhalb der Arterie senkrecht zur Haut eingeführt. Bei einem anfänglichem Rechteckstromimpuls von 0,6 mA wird meist nach dem Durchtritt durch die allgemeine Körperfascie eine muskuläre Antwort des N. medianus ausgelöst (Beugung der Finger). Nach Reduktion des Stromes auf 0,3 - 0,2 mA erfolgt die Injektion von 20 ml Xylonest 1% ® und 5-10 ml Naropin 0,75% ®. Nach dem Zurückziehen der Nadel in das Hautniveau wird die Prozedur unterhalb der Arterie wiederholt und entweder der N. ulnaris oder der N. radialis stimuliert was problemlos möglich ist. Abermals werden 20 ml Xylonest 1% ® und 5-10 ml Naropin 0,75% ® injiziert. Nach dem Zurückziehen der Nadel wird noch ein kleiner Feldblock mit 4 ml Xylonest 1% ® ober- und unterhalb der Arterie subkutan angelegt um die Nn. intercostobrachialis und cut. brachii med. zu blockieren (Leitungsanästhesie).
Vorgehen wie oben beschrieben (techn. Durchführung). Abweichend ist hier die Art der Stimulationskanüle (Plexolong Katheterset, Fa. Pajunk). Nach Stimulation des entsprechenden Nerven (z.B. N. medianus) wird nach Bolusgabe von 20 ml Xylonest 1% ® ein hiefür geeigneter Katheter implantiert. Der Katheter sollte max. 3-5 cm über die Nadelspitze hinweg vorgeschoben werden. Durch die zweizeitige Injektion des Lokalnaaesthetikums ist eine schnellere Anschlagzeit und eine komplettere Blockade zu erzielen. Die topographische Anatomie der Einzelnerven des Plexus brachialis im axillären Raum ist sehr variabel. In der Regel befindet sich der N. medianus medial (oberhalb) der Art. axillaris. Bei zu starker Abduktion und außenrotation des Oberarmes kann der Nerv hinter der Art. axillaris zu liegen kommen. Lateral der Arterie (unterhalb) sind die Nn. ulnaris und radialis zu finden, welche in ihrer topografischen Lage zueinander eine große Variationsbreite aufweisen. Sollten bei der Stimulation motorische Reaktionen des M. bizeps brachii auftreten, so ist dies durch direkte Stimulation des Muskels ausgelöst und nicht durch den N. musculocutaneus. Sollte eine sogenannte "radiale Lücke" auftreten, so hat dies nichts mit dem N. radialis zu tun sondern mit der mangelhaften Blockade des N. cut. antebrachii lat., ein Endast des N. musculocutaneus (Leitungsanästhesie). |