Blockadetechniken: kontinuierliches Management |
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Allgemein sollte sich die Anlage eines Katheters nicht nur nach der Schmerzintensität des Eingriffes richten, sondern auch postoperative Maßnahmen wie Mobilisation oder Sympathikolyse mit einbeziehen.
Sie zeichnen sich dadurch aus, daß sie dem Patienten eine zeitlich lückenlose Analgesie ermöglichen. Bei der PCA hat der Patient die Möglichkeit zu erwartende Schmerzspitzen (Krankengymnastik) zu kupieren.
Allgemein ist der Beginn eines kontinuierlichen Verfahrens abhängig von der Art der Operation. So sollte es nach Eingriffen an Nerven oder bei zu erwartenden Nervenläsionen (Kompartmentsyndrom) erst nach Ausschluß von Komplikationen und in Absprache mit dem Operateur beginnen um mediokollegiale Konflikte zu vermeiden. Ausgehend von einem unkomplizierten Fall ist spätestens 2 Stunden nach der ersten Bolusgabe (Anlage des Katheters) mit einem kontinuierlichen Verfahren zu beginnen um so das Depot des Lokalanästhetikums am Wirkort zu ergänzen bzw. aufrecht zu erhalten. Nur so ist es möglich mit geringen Dosierungen eine maximale Wirkung des Lokalanästhetikums zu erreichen. Bei dem diskontinuierlichen Verfahren reichen die sonst geringen Dosierungen nicht aus, weil das Lokalanästhetika schon größtenteils abgebaut ist. Prinzipiell richtet sich die Konzentration des Lokalanästhetikums nach der zu erwartenden Schmerzintensität. Beispiel postoperativ nach Schultereingriff:
Die postoperative Schmerztherapie macht bei normalem Verlauf 72 Std. Sinn. Danach ist die Indikation zur weiteren Therapie individuell abzuwägen. Die Dosierungen müssen je nach Ort des Katheters und der Blockadequalität angepaßt werden. Beispiel: Ellenbogen - Infraclaviculärer Kath.:
Da das Lokalanästhetikum seine Wirkung über ein gleichbleibendes Depot am Nerven besser ausübt, ist der kontinuierlichen Gabe mittels geeigneter Infusomaten oder Spritzenpumpen den Vorzug zu geben. Studien an freiwilligen Probanden haben gezeigt, ab welcher intravaskulär verabreichten Dosis mit zentralnervösen oder kardialen Symptomen zu rechnen ist Die Dosis, bis milde ZNS-Symptome auftraten (periorales Taubheitsgefühl, leichtes Schwindelgefühl), lag bei Naropin ® im Mittel bei 124 mg und somit signifikant höher, als bei Carbostesin ® mit 99 mg. Die Injektionsgeschwindigkeit betrug 10 mg/min. Die Symptome korrelierten mit Plasmaspiegeln von 1,22 mg/ml für Carbostesin und 1,70 mg/ml für Naropin ®. Bezüglich der Kardiotoxizität konnten bei beiden Lokalanästhetika keine Arrhythmien aufgezeichnet werden. Das Auswurfvolumen des Herzens blieb unbeeinflußt. Interessant ist der Vergleich der applizierten Mengen pro Stunde in Abhängigkeit der oben beschriebenen Verfahren (Dosierungsrichtlinien). Unter der Voraussetzung einer intravasalen Fehllage kann es vor allem bei dem diskontinuierlichen Verfahren durch Einzelgaben, infolge versehentlicher schneller Injektion, zu ZNS-Symptomen kommen. Unabhängig von dem Metabolisierungsgrad ist bei der kontinuierlichen Gabe mit der geringsten Wahrscheinlichkeit einer Intoxikation zu rechnen. Naropin ® ist gegenüber Carbostesin ® in der Anwendung auf peripheren Stationen zu bevorzugen. |