Anatomie - Grundlagen zur unteren Extremität |
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Der Plexus lumbalis entstammt aus Fasern der Rüchenmarkssegmente L1 - L4. In der Psoasloge ziehen die Hauptnerven nach unten, um unterhalb des Leistenbandes zu ihren Erfolgsorganen zu ziehen. Ein wesentlicher Hautast, der N. cutaneus femoris lateralis, wird direkt nach seinem Austritt aus dem Rückenmarkssegment L1 von Psoasfasern bedeckt und entzieht sich so in aller Regel einer Blockade. Auch bei hohen Psoas - kompartment Blöcken wird er nur selten blockiert, bei "3 in 1" Blockaden evtl. über eine Ausdehnung des Lokalanästhetikums entlang der Iliacusfascie. Ansonsten ist der Verlauf der wesentlichen Einzelnerven außerordentlich konstant. So findet man den N. femoralis unterhalb des Leistenbandes stets lateral der Art. femoralis. Der Frage des sensiblen Versorgungsgebiets des N. obturatorius haben sich die Gelehrten ausgiebig hingegeben. Fazit: völlig unklar. Um so besser für die Blockadetechnik, denn wie Winnie 1973 beschrieb sollte sich Lokalanästhetikum inguinal appliziert in einem "cul-de-sac" paravertebral wiederfinden und die 3 Nerven der "3 in 1" Blockade blockieren. Da dem nicht so ist und ein Nerv, der N. obturatorius, für die Blockade ohne Bedeutung ist bleibt ein 1 in 1 Block übrig, der im weiteren Verlauf als Femoralisblock bezeichnet wird.
N. femoralis: Motorisch innerviert er den M. quadriceps femoris, sensibel die Oberschenkelinnenseite. Über seinen sensiblen Endast, den N. saphenus, versorgt er die Innenseite des Unterschenkels sowie die Innenseite des Knies. N. obturatorius: Gesichert ist die motorische Versorgung der Adduktoren des Oberschenkels. Die sensible "Ärea propria" des Nerven ist höchst ungewiß. Sie reicht von einem kleinen proximal gelegenen Abschnitt der Oberschenkelinnenseite bis hin zum Kniegelenk (je nach Literatur). Auch ein kleiner Anteil der medialen (ventralen) Femurrolle soll inkonstant von ihm versorgt werden. N. cutaneus femoris lateralis: Sensibel versorgt dieser Nerv die Oberschenkelaußenseite bis zum Knie. N. ischiadicus: Der aus zwei Anteilen bestehende mächtigste Nerv des Menschen (N. tibialis und N.fibularis communis) innerviert motorisch alle alle dorsal gelegenen Muskelgruppen (Streckmuskulatur des Unterschenkels und des Fußes sowie Zehen und Fußbeuger). Sensibel versorgt er den restlichen Unterschenkel sowie den Fuß (siehe oben). N. cutaneus femoris posterior: Ein rein sensibler Nerv, welcher die Oberschenkelhinterseite bis über das Knie innerviert, hat eine große topographische Beziehung zum N. ischiadicus. Gemeinsam mit dem N. ischiadicus (und dem N. gluteus inferior) verläßt er über das Foramen infrapiriforme das Becken und liegt anfangs mediocaudal von ihm. |